Die
Universalprüfmaschine H 5-H 10 TMN von Richard Hess MBV ist eine mechanische Prüfvorrichtung für Zug-, Druck- und Biegeversuche im Kleinlastbereich. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Merkmale, Daten und Einsatzbereiche
🛠️ Allgemeines
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Hersteller: Richard Hess MBV GmbH
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Gerätegruppe: Universalprüfmaschine („Universal Testing Machine“)
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Einsatzbereich: Werkstoff- und Bauteilprüfung im Kleinlastbereich, ideal für Kunststoffe, Leichtwerkstoffe, Silikone, Elastomere u. Ä.
📏 Technische Daten
Merkmal Ausprägung Nominale Prüfkraft
5 kN oder 10 kN Rahmenbauform H-Rahmenbauweise, mit
zwei spielfreien Kugelumlaufspindeln und
bürstenlosem Antrieb ohne Zahnradgetriebe Steifigkeit ~
9,4 kN/mm Messbereich Kraft von ~
0,4 % bis 100 % der Nennkraft; Klasse 1, optional Klasse 0,5 gemäß DIN EN ISO 7500-1 / ASTM E4 Prüfgeschwindigkeit – bei 5 kN:
0,001 mm/min bis etwa 1 200 mm/min – bei 10 kN:
0,001 mm/min bis etwa 600 mm/min Wegauflösung <
1 µm Prüfraumhöhen Zwei Varianten: – „M“ (mittel) mit Prüfraumhöhe ca. 1 025 mm – eher für mittlere Dehnungen und Normalproben – „L“ (lang) mit Prüfraumhöhe ca. 1 325 mm – für größere Dehnungen, z. B. Elastomere, Kunststoffe mit hohem Dehnungsverhalten Gewicht ~
83 kg (für H 5-H 10 TMN M), ~
88 kg (für Variante L Elektrische Versorgung / Umgebung 115/230 VAC, ~ 400 VA, 50/60 Hz; Temperaturbereich 5-40 °C; Feuchte 20-80 % Datenkommunikation USB 2.0 oder LAN; Datenübertragungsrate zum PC 200 Hz (Standard 50 Hz), interne Verarbeitungsrate 1000 Hz (1 ms)
✅ Merkmale / Vorteile
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Bürstenloser Motor und Verzicht auf Zahnräder → weniger Verschleiß, geringere Geräuschentwicklung.
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Hohe Biegesteifigkeit bei vergleichsweise leichtem Tischgerät – gute Stabilität trotz kompakter Bauform.
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Flexibilität in den Prüfarten: Zug, Druck, Biegung; geeignet auch für Tests mit hohen Dehnungen (insbesondere mit der großen Prüfraumhöhe L)
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Ergonomisches Design: flache untere Traverse, seitlich angeordnete Elektronik; geeignet fürs Arbeiten im Sitzen oder Stehen.
⚠️ Einschränkungen und Hinweise
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Nicht ausgelegt dafür, externe Geräte (z. B. Temperaturkammern) an den Not-Aus der Maschine anzuschließen.
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Man muss auf die Kalibrierung der Kraftmesszellen achten (Werkseinstellung Klasse 1; Klasse 0,5 optional).
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Bei großen Dehnungen (z. B. Elastomere) sollte die Variante mit der größeren Prüfraumhöhe gewählt werden, um ausreichend Wegreserve zu haben.