Zur Dekoration, wie ebenso als Sichtschutz gegen neugierige Blicke, dient die Herstellung von Gardinenstoff innerhalb des Textilgewerbe. Die Gardine für das Fenster entwickelte sich aus dem früher üblichen Bettvorhang. Zu mehr als 80 % erfolgt die Herstellung von Gardinenstoff aus gewirkten Geweben. Diese wiederum werden sowohl aus Kunstfasern wie auch aus Leinen, Seide oder Baumwolle hergestellt. Das Produkt aus der Herstellung von Gardinenstoff wird Bahnenware genannt. Fertig genähte Gardinen besitzen unterschiedliche Längen oder Höhen, die auf die üblichen Breiten und Höhen von Fenstern und Balkon- oder Terrassentüren abgestimmt sind. Neben der Herstellung von Gardinenstoff aus Wirkgewebe kommen in kleinerem Umfang auch gewebte, geklöppelte, beflockte oder bestickte Stoffe und Gewebe zur Fertigung von Gardinenstoffen zum Einsatz. Aufgrund der relativ großen Brandmasse, die Gardinen in einer Wohnung darstellen, werden zur Herstellung üblicherweise schwer entflammbare Stoffe gemäß der DIN 4102 verwendet, die entweder nachträglich ausgerüstet wurden oder, so wie beispielsweise Trevira CS, bereits aus schwer entflammbaren Fasern bestehen.